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STRENG GEHEIM // AKTE DC-1789

Doris & Chris

Das einzige Paar der Weltgeschichte, das auf jedem wichtigen Ereignis der Menschheit aufgetaucht ist. Ungefragt. Ungeniert. Und immer mit dieser Brille.

Die Beweislage

BEWEISSTÜCK A Doris und Chris in Fellkleidung vor einer Höhle, Chris hält Speer und Gans, Doris lacht mit Beerenkorb
CA. 38.000 V. CHR.

Die Steinzeit: Wo alles begann (und die Gans auch)

Höhlenmalereien in der Schwäbischen Alb zeigen erstmals zwei Gestalten, die verdächtig gut gelaunt sind für Menschen ohne Heizung. Forscher nennen sie „Homo Dorisensis" und „Homo Chrisiensis".

  • Chris erfand das Feuer am Dienstag. Am Mittwoch erfand Doris die Beschwerde, dass es zieht, wenn man die Höhle lüftet.
  • Die Gans auf dem Bild heißt Brunhilde. Sie wurde nie gegessen — sie wurde Familienmitglied und später Erbin der Höhle.
  • Doris' Brille besteht aus poliertem Bernstein. Optiker datieren das Modell auf „mindestens Fielmann minus 40.000".
  • Der Speer von Chris wurde nie geworfen. Er diente ausschließlich zum dramatischen Anlehnen bei Gruppenfotos.
  • Die Familie im Hintergrund wartet seit 38.000 Jahren darauf, dass die beiden endlich mit Posieren fertig sind.
BEWEISSTÜCK B Doris und Chris beim Tudor-Festmahl, Chris mit zwei Hähnchenkeulen, Doris balanciert Trauben auf dem Kopf
TUDOR-ENGLAND, 1532

Das Bankett, das die Etikette für immer ruinierte

Hofprotokolle belegen: An diesem Abend wurden drei Hofdamen ohnmächtig, ein Herold kündigte und Heinrich VIII. fragte, ob „diese beiden bitte wieder eingeladen werden können".

  • Chris hielt als erster Mensch der Geschichte zwei Keulen gleichzeitig — Historiker nennen es „Dual Wielding" und datieren damit die Erfindung des Gamings auf 1532.
  • Der Globus mit der Aufschrift „NEW WORLD?" gehörte Chris. Sein Kommentar: „Da fahren wir hin, sobald Doris fertig gegessen hat." Sie fuhren nie.
  • Doris balancierte die Trauben aus Protest: Der Obstteller stand zu weit weg, also wurde sie selbst zum Obstteller.
  • Die Sanduhr auf dem Tisch lief rückwärts, sobald Doris lachte. Die königliche Wissenschaft gab auf.
  • Die entsetzten Höflinge im Hintergrund gründeten noch am selben Abend die erste Knigge-Schule Europas. Als Gegenmaßnahme.
BEWEISSTÜCK C Doris und Chris im Barock-Garten, Chris mit Federhut, Doris malt einen Mops auf eine Leinwand
BAROCK, CA. 1740

Der Barock: Maximale Perücken, maximales Chaos

In den Gärten eines ungenannten Schlosses (das Schloss möchte anonym bleiben) entstand das einzige Gemälde der Kunstgeschichte, in dem ein Gemälde gemalt wird, das besser ist als das Gemälde selbst.

  • Doris malte ausschließlich Möpse. 247 Stück. Der Louvre besitzt heute heimlich zwölf davon und nennt die Sammlung „Die Mopssade".
  • Chris' Hutfeder stammt von Brunhilde der Dritten, der Ur-Ur-Ur-Enkelin der Steinzeit-Gans. Sie spendete freiwillig. Angeblich.
  • Das Heckenlabyrinth im Hintergrund wurde von Chris entworfen. Es hat keinen Ausgang. Drei Barone werden bis heute vermisst.
  • Chris zwinkert auf dem Bild, weil er gerade dem Hofmaler 5 Taler zugesteckt hat, damit seine Frisur „windbewegt" aussieht. Es war windstill.
  • Der Gehstock ist hohl und enthielt Doris' Notfall-Snackvorrat. Barocke Bankette dauerten schließlich bis zu neun Stunden.
BEWEISSTÜCK D Doris und Chris mitten in der Französischen Revolution mit Trikolore, Muskete und Hut
PARIS, 14. JULI 1789

Die Revolution: Liberté, Égalité, Doris-té

Augenzeugen berichten, die Bastille sei nicht gestürmt worden — sie habe sich freiwillig ergeben, nachdem Doris dreimal höflich, aber bestimmt geklingelt hatte.

  • Der berühmte Schlachtruf lautete ursprünglich „Liberté, Égalité, Spätzle!" — Chris hatte Heimweh. Die Franzosen änderten es später aus markenrechtlichen Gründen.
  • Doris' Muskete war nie geladen. Sie nutzte sie ausschließlich als Selfiestick-Prototyp. Das Patent verfiel leider 1791.
  • Chris schwenkte seinen Hut so enthusiastisch, dass er versehentlich die Wetterfahne von Notre-Dame abräumte. Die Rechnung kam nie an — Zeitreise-Vorteil.
  • Delacroix wollte die beiden eigentlich ins Zentrum seines Gemäldes setzen. Doris lehnte ab: „Wir stehen nicht so gern im Mittelpunkt." Das Bild beweist das Gegenteil.
  • Die Kokarde an Doris' Kleid ist in Wahrheit ein umfunktionierter Bierdeckel vom Cannstatter Volksfest 2019. Niemandem fiel es auf.
BEWEISSTÜCK E Doris und Chris als Astronauten auf dem Mond mit einer Gartenzwerg-Flagge, im Hintergrund entsetztes Mission Control
MOND, 1969 (OFFIZIELL)

Die Mondlandung: Nicht gefakt. Nur fotogebombt.

Die NASA bestreitet bis heute alles. Das Funkprotokoll spricht allerdings eine andere Sprache: „Houston, wir haben ein Problem. Da stehen schon zwei."

  • Die Gartenzwerg-Flagge ist das offizielle Hoheitszeichen der „Republik Remseck-Lunaris", gegründet von Chris um 20:17 Uhr Mondzeit. Einwohnerzahl: 2. Plus Zwerg.
  • Der Bildschirm in Mission Control zeigt das Original-Zitat: „WAS ZUM TEUFEL IST DAS?!" — es war die erste deutsche Botschaft, die je vom Mond gesendet wurde.
  • Doris bestand darauf, vor dem Ausstieg noch einmal kurz zu lüften. Im Vakuum. Es funktionierte erstaunlich gut.
  • Neil Armstrong stand 20 Minuten hinter ihnen in der Schleuse und murmelte: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Stau wegen dieser zwei."
  • Der Mondstaub auf Chris' Anzug wurde mit nach Hause genommen und liegt heute in einem Marmeladenglas im Regal. Beschriftung: „Nicht aufs Brot."

Tiefgreifende Fakten*

01

Das Brillen-Paradoxon

Doris' Brille existiert in jeder Epoche, obwohl Brillen erst im 13. Jahrhundert erfunden wurden. Optiker weltweit weigern sich, dazu Stellung zu nehmen.

02

Die Frisur-Konstante

Chris' Haare stehen in allen fünf Epochen exakt gleich ab. Physiker vermuten ein eigenes Magnetfeld. Friseure vermuten Resignation.

03

Das Lachen von Doris

Wurde 1532 erstmals dokumentiert, 1740 patentiert und 1789 zur Waffe erklärt. Es ist bis heute in drei Ländern als „Stimmungsmittel der Kategorie A" gelistet.

04

Die Gänse-Dynastie

Jede Epoche enthält mindestens eine Gans oder Gänsefeder. Genealogen führen den Stammbaum von Brunhilde I. über 1.400 Generationen. Lückenlos. Angeblich.

05

Der Snack-Radius

Doris war nachweislich nie weiter als 1,5 Meter von etwas Essbarem entfernt. Beeren, Trauben, Brathähnchen — die Konstante der Geschichte.

06

Chris' Zwinkern

Tritt in 80% aller Beweisstücke auf. Experten streiten, ob es Charme, ein Tick oder ein Morsecode an zukünftige Generationen ist. Bisher entschlüsselt: „W... L... A... N?"

07

Das Spätzle-Theorem

In jeder Epoche versuchte Chris, Spätzle einzuführen. Die Tudors lehnten ab, der Barock fand es „zu rustikal", die NASA hatte Gewichtsprobleme. Die Revolution war kurz davor.

08

Die Pose

Beide stehen in jeder Epoche im exakt gleichen Winkel von 12,7 Grad zueinander. Die Zahl gilt seither als „goldener Winkel der Paarfotografie".

09

Der Mops von 1740

Der von Doris gemalte Mops heißt „Herzog Knautschgesicht von Faltenburg" und hat heute mehr Instagram-Follower als das Schloss, in dem er gemalt wurde.

10

Die Zeitreise-Methode

Bis heute ungeklärt. Hauptverdächtige: ein umgebauter Geschirrspüler, ein sehr alter Router und „der Keller, über den wir nicht reden".

11

Das Hintergrund-Phänomen

In jeder Epoche schauen mindestens drei Personen im Hintergrund entsetzt. Soziologen nennen das den „Doris-Chris-Effekt". Er gilt als unheilbar.

12

Die Rückreise

Warum sie immer wieder in die Gegenwart zurückkehren? Doris: „Woanders gibt's keinen Maultaschen-Dienstag." Chris nickt dazu nur. Wissend.

*„Tiefgreifend" bezieht sich hier auf die Tiefe des Unsinns, nicht auf die der Recherche.

Harte Zahlen

0Jahre ungefragt dabei
0Epochen fotogebombt
0Gemalte Möpse
0Generationen Gänse-Dynastie
0Vermisste Barone im Labyrinth
0Abgegebene Erklärungen
0Komma 7 Grad Posen-Winkel
0Gartenzwerg mit Mond-Hoheit

Zeugenaussagen

Wir haben sie nicht eingeladen. Sie waren einfach da. Wie immer. Das Buffet war danach leer und meine Sanduhr lief rückwärts.
— Ein Tudor-Hofmeister, 1532, kurz vor seiner Kündigung
Die Dame malte einen Mops. Ich saß drei Stunden Modell für mein offizielles Porträt und sie malte. Einen. Mops. Er ist großartig.
— Anonymer Barockfürst, heute stolzer Mopsbild-Besitzer
WAS ZUM TEUFEL IST DAS?!
— Gesamtes Mission Control, Houston, 1969, einstimmig
Die Revolution lief eigentlich ganz gut, bis die zwei anfingen, für ein Gemälde zu posieren. Danach wollten alle nur noch aufs Bild.
— Pariser Barrikaden-Koordinator, 1789, leicht genervt
Schnatter. Schnatter schnatter. SCHNATTER.
— Brunhilde I., Steinzeit-Gans, Familienoberhaupt (Übersetzung ausstehend)
Ich kann bestätigen, dass beide pünktlich zum Abendessen wieder zu Hause waren. Jedes Mal. Egal welches Jahrtausend.
— Der Nachbar, Gegenwart, möchte anonym bleiben

Häufige Fragen

Sind die Bilder echt?
Selbstverständlich. Genau so echt wie die Gänse-Dynastie, das Spätzle-Theorem und die Republik Remseck-Lunaris. Wer etwas anderes behauptet, war nicht dabei. Und Sie waren nicht dabei. Q.E.D.
Wie reisen Doris und Chris durch die Zeit?
Dazu äußern sich beide grundsätzlich nicht. Die führende Theorie involviert einen Geschirrspüler Baujahr 1997, der seitdem „komische Geräusche" macht. Die zweite Theorie ist der Keller. Über den Keller reden wir nicht.
Warum schauen die Leute im Hintergrund immer so entsetzt?
Das ist der dokumentierte Doris-Chris-Effekt. Er tritt auf, wenn zwei Menschen sichtbar mehr Spaß haben als historisch vorgesehen. Es gibt keine Heilung, nur Akzeptanz.
Was ist mit der Gans passiert?
NICHTS ist mit der Gans passiert. Brunhilde I. lebte ein langes, erfülltes Höhlenleben und ihre Nachkommen begleiten die Familie bis heute. Die Feder am Barock-Hut wurde freiwillig gespendet. Wir haben das schriftlich. Von der Gans.
Kann ich Doris und Chris für meine Epoche buchen?
Nein. Sie kommen unangekündigt oder gar nicht. Sie können allerdings ein Buffet aufbauen und warten — die Erfolgsquote liegt erfahrungsgemäß bei erstaunlichen 100%.
Warum diese Website?
Weil die Wahrheit irgendwann ans Licht muss. Und weil neobrutalistische Schlagschatten genau das richtige Stilmittel sind, um 40.000 Jahre Fotobombing angemessen zu würdigen.